Maki Shimizus vierte Comic-Veröffentlichung. Es geht um Tod und Mord, um Gentrifizierung und Obdachlosigkeit, um Traumata und Prostata, um häusliche Gewalt und Kindesmissbrauch, schlussendlich aber auch um Liebe und Tiefe.Es sind die schlimmen Schattenseiten des Lebens, die Maki Shimizu in "Über Leben" (über)zeichnet und es sind die existenziellen, meist gesellschaftlich ausgeklammerten Probleme, derer sie sich mit viel Empathie annimmt und dabei einen spannenden Comic-Krimi erzählt. Die beiden Hauptpersonen kennen wir schon aus den Bänden "Adagio 1-3" (die man nicht gelesen haben muss, um diese Geschichte zu verstehen), es sind die Freunde Maki-Maus und der Kater Adagio.
Rezensentin Sophia Zessnik "gleitet flüssig" durch die Graphic Novel der japanischen Zeichnerin Maki Shimizu, mit der sie sich auch getroffen hat. Um die beiden Hauptfiguren Maki Maus und Kater Adagio herum erzählt Shimizu, die mittlerweile in Berlin lebt, von den Abgründen und Widrigkeiten des (Großstadt-)Lebens. Obwohl es dabei um harte Themen wie Obdachlosigkeit, Missbrauch und Depression geht, ist die Lektüre nicht überfordernd, lobt Zessnik - zum einen durch den spannenden Kriminalplot (ein Tod muss aufgeklärt werden), zum anderen durch Shimizus Fähigkeit, das "Grauen durch Reduktion zu transportieren". Dass der "Blick zurück" sowohl auf alte Kindheitshelden als auch auf eigene Traumata für Shimizu hier wichtig war, wie die Kritikerin bei dem Gespräch mit der Zeichnerin erfährt, sei der Graphic Novel deutlich anzumerken. Eine "aufwühlende" und trotzdem "schöne" Geschichte über das Leben und über Berlin, die völlig ohne Euphemismen auskommt, lobt Zessnik.
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