Mit Illustrationen von Jeffrey Fulvimari. Aus dem Amerikanischen von Anu Stohner. Sie heißen: Nicole, Amy, Charlotte und Grace. Zusammen sind sie: Die Englischen Rosen. Sie sind klug, hübsch und beliebt, aber sie haben ein Problem: Binah aus der Nachbarschaft, die noch viel klüger, hübscher und beliebter ist als sie. Jedenfalls glauben sie das. Und wahrscheinlich würden sie es bis ans Ende ihrer Tage glauben, wäre da nicht die kleine pummelige Fee, die beim Picknick im Park mitten auf Charlottes Sandwich landet. Es ist eine gute Fee. Und sie kennt ein uraltes Mittel gegen Neid ...
Den ganzen spirituellen Kram, den Madonna vor der Veröffentlichung ihres Kinderbuchs über ihre Motivation und Inspiration zum besten gegeben hat, darf man bei der Lektüre getrost vergessen, findet die Rezensentin Heike Blümner. Das Buch ist vielmehr "der Papier gewordenen Mädchentraum", "verspielt" und "schillernd". Dass die Geschichte statt bedeutungsschwanger eher ein bisschen "schlicht" daherkommt, "ist vollkommen egal, gute Popsongs brauchen auch keinen Überbau". Und passend zur Perspektive eines Popstars und ihrer Familie geht um die junge Außenseitern Binah, die zu schön für diese Welt ist und deshalb von den anderen Mädchen geschnitten wird - natürlich nur, bis die mitbekommen, dass Binah es auch furchtbar schwer hat. Bei so einer Geschichte muss man dann wohl Rückschlüsse auf die Autorin ziehen und das ist wohl auch die Motivation der meisten Käufer dieses Buches, meint Blümner - immerhin gab es allein in den USA 750 000 Vorbestellungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.2003
Monika Osberghaus weiß zu berichten, dass die Nachfrage nach Madonnas erstem Kinderbuch "überwältigend" war, noch bevor jemand einen Blick hineinwerfen konnte. Die Rezensentin hat das nachgeholt und stellt fest, dass es sich bei der Geschichte über vier Mädchen, die eine fünfte Altersgenossin neidisch ablehnen, bis sie sehen, dass auch diese es nicht leicht hat, um eine "zuckerwattesüße Luftnummer" handelt. Deshalb müsse man die Illustrationen von Fulvimari auch als "kongenial" bezeichnen, da er die "reine Dekor-Welt" der Protagonisten mit leeren Gesichtern und vielen Accessoires entsprechend illustriert habe, so die Rezensentin etwas spitz. Für sie ist die Geschichte eine "reine Hülle" ohne Tiefe, aber sie hat es eigentlich von Madonna auch nicht anders erwartet. Allerdings ist es doch wirklich "nett" von der Autorin, dass sie den Erlös des Buch für Kinder in Not gestiftet hat, meint Osberghaus abschließend versöhnlich.
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