Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2000
Andreas Platthaus wirft dem Band völlig zu Recht seinen Untertitel vor - `Die Leserbriefschlachten in der taz` - wo die Leserbriefrubrik in der taz doch "LeserInnenbriefe" heißt. Insgesamt scheint er diese "Anthologie links-alternativer Gemeinplätze" jedoch mit einigem Vergnügen gelesen zu haben. Erschütternde Bemerkungen der `sätßerin tina` etwa ("ich kann dich nicht verstehen, und du tust mir weh!") dokumentierten weniger redaktionsinterne Auseinandersetzungen als vielmehr die Enttäuschung zweier "Liebenden". "Nachbesserungsvorschläge" einiger Leser für den Anschlag auf Strommasten, die einem Interview mit zwei Tätern folgten, nimmt Platthaus gar "dankbar" zur Kenntnis. Ja, so sind sie, die FAZ-Redakteure.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Daniel Kehlmann: Afrika Im Winter 1884 versammeln sich auf Einladung Bismarcks die großen Mächte zu einer Konferenz, auf der ein ganzer Kontinent mit all seinen Reichtümern aufgeteilt werden soll:… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…