Aus dem Englischen von Andreas Simon dos Santos. Von der Bibel über Julius Cäsar zu den Olympischen Spielen - die Geschichte des Schwimmens ist wohl so alt wie die Menschheit. Lynn Sherr zeigt in dieser persönlichen Kulturgeschichte, wie sich das Schwimmen, die Schwimmstile, Bademoden, Becken und Gewässer im Laufe der Menschheitsgeschichte verändert haben, welche Legenden sich um das Schwimmen ranken und was die moderne Wissenschaft vom Schwimmen weiß. Sie befragt Forscher und Olympiasieger, Distanzschwimmer und "Normale", die sich ein Leben ohne den regelmäßigen Sprung ins Wasser nicht vorstellen können. Gleichzeitig bereitet sich Sherr auf den Swim-Hellespont-Wettbewerb vor, um auf Lord Byrons Spuren die wilden Gewässer von Europa nach Asien zu durchschwimmen. Ein nicht ungefährliches Unterfangen für eine Amateurin von fast 70 Jahren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.07.2013
Die amerikanische Journalistin Lynn Sherr hat eine Ode an das Schwimmen geschrieben, "Über unsere Liebe zum Wasser" ist eine ebenso begeisterte wie ausführliche Reportage über so ziemlich alles, was mit dem koordinierten Strampeln im Wasser zu tun hat, berichtet Thorsten Glotzmann. Da sind zunächst die Ursprünge: Mythen, frühe Fürsprecher wie Platon und Julius Cäsar, ägyptische Hieroglyphen. Sherr schreibt über die gesundheitlichen Vorzüge des Schwimmes, über die Entwicklung der Sportart und der einzelnen Stile, über berühmte Leistungen, zum Beispiel Gertrude Ederles Überquerung des Ärmelkanals, und über mögliche Erklärungen für unsere Liebe zum Wasser, fasst der Rezensent zusammen. Eine viel bessere Strandlektüre kann es kaum geben, findet Glotzmann, einzelne seichte Stellen verzeiht er der Autorin nur zu gerne.
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