Lukas Wick

Islam und Verfassungsstaat

Theologische Versöhnung mit der politischen Moderne?
Cover: Islam und Verfassungsstaat
Ergon Verlag, Würzburg 2009
ISBN 9783899136746
Kartoniert, 196 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Die vermehrte Präsenz von Muslimen im Westen hat verschiedentlich Unbehagen bezüglich deren Befindlichkeit gegenüber den abendländischen Rechtsauffassungen aufkommen lassen. Darüber wird vergessen, dass die christlichen Kirchen den verfassungsstaatlichen Garantien von Gleichberechtigung und Religionsfreiheit verhältnismässig lange skeptisch bis ablehnend gegenüber standen. Nach zähem Ringen konnte sich aber sowohl die katholische als auch die protestantische Kirche theologisch mit den Errungenschaften der politischen Moderne versöhnen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 17.10.2009

Rezensent Michael Kiefer schätzt dieses Werk des Islamwissenschaftlers Lukas Wick über islamischer Theologie und Verfassungsstaat. Die Darstellung von Grundlagen und Geschichte des Verfassungsstaates in Europa und der theologischen Herausforderungen für die Kirchen, die dem eigentlichen Thema vorangeht, scheint ihm recht instruktiv. Exzellent findet er sodann die Analysen des Verhältnisses der islamischen Theologie zum Konstitutionalismus in der islamischen Welt anhand ausgewählter Schriften von namhaften muslimischen Religionsgelehrten. Deutlich wird für ihn, dass die Autoren zumeist "vormoderne Ansichten zum Verhältnis von Religion und Staat" vertreten und nicht zu einer theologisch vertieften Auseinandersetzung mit dem Konstitutionalismus vordringen. "Angesichts der enormen Herausforderungen, vor denen die islamischen Gesellschaften stehen", so der Rezensent, "sind diese Befunde nicht gerade ermutigend."
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