Luigi Malerba

Der geheime Zirkel von Granada

Roman
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783803131850
Gebunden, 191 Seiten, 22,50 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Iris Schnebel-Kaschnitz. In einer sommerlichen Vollmondnacht wandern der Händler Homero und die Hure Mariana durch eine heiße spanische Salzwüste von Granada nach Murcia. Der Mann treibt einen Packesel vor sich her und will in Murcia günstige Geschäfte machen. Die Frau will dort ihre Arbeit als Hure aufgeben und einen braven Mann finden. Unterwegs unterhalten sie sich über den Raub eines Goldschatzes, der dem einflussreichen Zirkel von Granada gehört hatte. Wo ist er? Trägt ihn der Packesel? Fallen sie deswegen möglicherweise unter die Räuber? Der Goldesel verschwindet in der Wüste und seine Begleiter gehen auf eine weite Reise voller Abenteuer.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.11.2003

Der mit "rtr" zeichnende Rezensent zeigt sich amüsiert. Luigi Malerba lässt in diesem Roman seinen Protagonisten sich nach einer Messerstecherei verletzt in ein Gasthaus schleppen, wobei ein ganzes Jahrhundert vergeht. So wandelt sich die Räuberpistole in einen "hintersinnigen Roman über das Vergehen der Zeit," wie der Rezensent feststellt. Durch den Kunstgriff, einen "Zeugen" für die Ereignisse zu Wort kommen zu lassen und somit für Authentizität zu sorgen, rücke sich der Autor in die Nähe von Cervantes, der ebenfalls eine solche Quelle angab, um dann um so ungezwungener drauflos fabulieren zu können.
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