Ludwig Greve
Ludwig Greve: Die Gedichte

Wallstein Verlag, Göttingen 2006
ISBN 9783892449317
Gebunden, 268 Seiten, 24,00 EUR
ISBN 9783892449317
Gebunden, 268 Seiten, 24,00 EUR
Klappentext
Ludwig Greve war 37 Jahre alt, als er 1961 mit einem schmalen Band "Gedichte" an die Öffentlichkeit trat. Einige davon hatte er zuvor bereits als "Gedichte aus dem Itinerar" in einem Privatdruck eher versteckt als veröffentlicht. Der Titel weist das Thema des Zyklus aus: Selbstvergewisserung anhand der Stationen der eigenen Biographie und die Arbeit an einer Sprache dafür. Die zwanzig dichtgefügten, meist gereimten Gedichte erregten die Aufmerksamkeit Werner Krafts, der erwartete, dass auf "schöne Gedichte" "schönere" folgen würden.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.07.2006
Hannelore Schlaffer mag das Klassische an dieser Lyrik. Den ostentativ herbeigeschriebenen Abstand Ludwig Greves zu avantgardistischen Zeitgenossen wie R. D. Brinkmann schätzt sie trotz aller Exklusivität (oder gerade drum). Angemessen findet sie die alle Marbacher Schriften prägende Eleganz und Präzision bei der Ausstattung bzw. der philologischen Erschließung dieser Gedichtauswahl, die nebenbei die Nähe Greves zu Celan verdeutliche. Und die Unterschiede: Schlaffer hält Greve für keinen Metaphysiker, sondern für einen großen Geist mit Bodenhaftung, Sinn fürs Intime und der Fähigkeit zu einem intensiven Beobachten von Alltäglichem. Die aus dieser glücklichen Paarung entstehenden Motive sind Schlaffer neu.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2006
Mit an Ergriffenheit grenzender Begeisterung begrüßt es Rezensent Thomas Poiss, dass die lange vergriffenen Gedichte Ludwig Greves nun in einem Sammelband wieder vorliegen. Das ebenso leise wie intime Werk dieses Dichters sieht der Rezensent nämlich neben dem Werk Paul Celans stehen, Grebes Auseinandersetzung mit der Frage des Dichtens nach Auschwitz hat für Poiss tiefe Gültigkeit. Im Verbund mit der im Band gleichfalls abgedruckten "Freiburger Rede" wird die Edition aus seiner Sicht zu einer "individuellen Schule des Dichtens nach 1945". Auch die Ausstattung des Bandes und die Arbeit der Herausgeber werden gelobt. Das informative Nachwort und die ausführlichen Briefzitate machen den Anhang für Poiss zum zusätzlichen "Lesevergnügen".
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