Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2006
Rezensent Thomas Poiss sieht Ludwig Greves "leises, intimes" lyrisches Werk neben dem Paul Celans stehen, weshalb er auch Uwe Pörksens Vergleich von Paul Celans Büchnerpreis-Rede mit Grebes "Freiburger Rede" sehr aufschlussreich findet. Denn darin zeige sich, dass Greve in der Frage, ob nach Auschwitz Dichtung noch möglich sei, einen "diametral anderen Weg" als Celan gegangen sei. Greve habe sich im Gegensatz zu Celan nicht auf Traditionen wie Rilke oder den Surrealismus berufen. Stattdessen habe er das "Verworfene" als Material benutzt und die "Rückführung der Sprache in ihre Wörtlichkeit" betrieben.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…