Auch die Zukunft hat ihre Geschichte. Hölschers Studie verfolgt den Wandel sowohl der konkreten Zukunftsvorstellungen als auch des Konzepts der "Zukunft" in Europa - von ihrer Entdeckung als einheitlichem Erwartungszeitraum in der Frühen Neuzeit bis heute.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.11.1999
Die Zukunft hat eine Geschichte - das hat Anna Riek aus diesem Buch gelernt. Hölscher lege dar, dass Zukunft im modernen Sinne erst in der frühen Neuzeit entdeckt worden sei, und erst ab der Französischen Revolution habe man sich endgültig von der Vorstellung einer Wiederkehr Christi verabschiedet, um an die Machbarkeit und Projizierbarkeit der eigenen Zukunft zu glauben. Hölscher handle alle Zukunftsvorstellungen von den Frühsozialisten bis hin zur Science Fiction ab, wenn auch manchmal etwas oberflächlich. Zumindest lerne man daraus aber, wie wichtig es sei, eine Sozial- und Mentalitätsgeschichte durch eine "Imaginationsgeschichte" zu ergänzen.
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