Luca Giuliani

Ein Geschenk für den Kaiser

Das Geheimnis des Großen Kameo
Cover: Ein Geschenk für den Kaiser
C.H. Beck Verlag, München 2010
ISBN 9783406600548
Kartoniert, 120 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

In Zusammenarbeit mit Gerhard Schmidt. Der Große Kameo ist der größte jemals geschnittene Edelstein - ein einzigartiges Meisterwerk antiker Handwerkskunst. Doch so schön und majestätisch der sogenannte Grand Camee de France auch wirkt, so zahlreich und dunkel sind die Geheimnisse, die ihn umgeben. Mit Luca Giuliani und Gerhard Schmidt haben sich einer der besten Archäologen unserer Zeit und ein Steinschneider von internationalem Ruf an die Lösung seiner Rätsel gemacht. Sie erzählen in diesem mit vielen farbigen Abbildungen ausgestatteten Buch die Geschichte seiner Entstehung in den Tagen des finsteren Kaisers Tiberius (14-37 n.Chr.), beschreiben seine handwerklichen Besonderheiten, deuten die Geschichte der darauf abgebildeten Figuren und berichten vom skurrilen Umgang der Wissenschaft mit dem Kunstwerk.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.06.2010

Ein Prachtexemplar des Genres archäologischer Krimi liegt dem Rezensenten vor. Und nach erstmaligem Lesen fängt Wolf-Dieter Heilmeyer gleich noch einmal von vorne an. Den detektivischen Einlassungen zu einem der kostbarsten Kunstwerke aller Zeiten, dem "Grand Camee de France", Teil des römischen Kaiserschatzes, hier beschrieben, ja korrigiert und umgeschrieben von Luca Giuliani in Zusammenarbeit mit dem Steinschneider Gerhard Schmidt folgt Heilmeyer gebannt. Der Rezensent erfährt Aufschlussreiches über die Komposition der Gemme und hält bei der zentralen Annahme des Autorenduos den Atem an: Gezeigt werde nichts Vergangenes noch Gegenwärtiges, sondern eine "heftig erwünschte Situation", nichts geringeres, als die Thronfolge des Kaisers nämlich. Auch den Abschluss des Spannungsbogens mit Darlegungen der Irrwege in der Wissenschaftsgeschichte des Grand Camee und der Arbeiten der Steinschneider lässt sich Heilmeyer gefallen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2010

Die ganze komplizierte Welt der "Gemma Tiberiana" und die Kunstfertigkeit antiker Gemmenschneider lässt sich Rezensent Dieter Bartetzko in diesem Buch auseinandersetzen, das er nicht nur Archäologen ans Herz legen möchte. Erscheinen ihm die im Band enthaltenen Ausführungen des Steinschneiders Gerhard Schmidt im Vergleich zu Luca Giulianis forschungsgeschichtlich fundierter und psychologisch versierter Einzeldeutung (Haltungen, Attribute des dargestellten Personals betreffend) des "Großen Kameos" auch etwas spröde, so unterhält ihn selbst diese eher technische Seite über Schleifrisiken und Effekte von Maserungen mit ausreichend Spannung. Der Band - eine Wonne, findet Bartetzko.
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