Louise Jacobs

Gesellschaftsspiele

Roman
Cover: Gesellschaftsspiele
Fahrenheit Verlag, München 2009
ISBN 9783940813176
Gebunden, 248 Seiten, 17,95 EUR

Klappentext

Wen der Kunstbetrieb einmal in seinen Klauen hat, den lässt er so schnell nicht wieder los. Um sich voll und ganz auf seine Malerei konzentrieren zu können, zieht sich Leo Becker in sein Atelier im Ruppiner Land zurück. Allein mit sich und seiner Kunst, bereitet er sich auf die Chance seines Lebens vor eine Ausstellung im Metropolitan Museum von New York. Doch die Berliner Kunstszene und ihre Verlockungen lassen sich nicht auf Dauer fernhalten. Und auch in der Liebe findet Leo keinen Halt. Denn Rahel, seine Frau, hat nicht nur eine Affäre, sondern droht Leo endgültig an den Kunstmarkt zu verkaufen. Verzweifelt wendet sich Leo seiner ehemaligen Geliebten zu. Doch wie soll sich das einst so abrupt zerbrochene Verhältnis wieder herstellen lassen? Zerrissen zwischen den beiden Frauen, zwischen seiner Kunst und den Verheißungen des Ruhms wird Leo zum gehetzten Wild einer Gesellschaft, die keine Gnade kennt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2010

Eigentlich bräuchte Rose-Maria Gropp nur ein, zwei Zeilen, um mit diesem Buch fertig zu werden. Gelesene und geschriebene. Doch sie macht sie die Mühe, bis zum Ende durchzuhalten und auch noch zu besprechen. Dass ihr dabei die Tränen kommen, liegt nicht am Humor der Autorin Louise Jacobs. Deren literarische Fähigkeiten beschränken sich laut Gropp auf kursiv gesetzten Unsinn. Dass die Kaffee-Dynastin Jacobs ihre Künstlerfigur so unübersehbar an Neo Rauch anlehnt, und die Figuren im Text gerade so gestaltet, wie wir sie alle kennen (das ringende Genie, den verdorbenen Kunstkritiker, die sensible Ex des Künstlers etc.), findet bei Gropp auch keinen Anklang. Ein Buch wie ein Arztroman, findet Gropp, nur eben aus dem Künstlermilieu.