Linda Maria Koldau

Titanic

Das Schiff, der Untergang, die Legenden
Cover: Titanic
C. H. Beck Verlag, München 2012
ISBN 9783406624247
Gebunden, 303 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Montag, 15. April 1912, 2 Uhr 18: Die Titanic zerbricht drei Stunden nach der Kollision mit einem Eisberg und sinkt. Nur rund 700 der 2200 Passagiere überleben. Die Umstände der Katastrophe werden aus Haftungsgründen verschleiert, Legenden überdecken schnell das wahre Geschehen. Linda Maria Koldau hat die Dokumente über den Untergang neu gesichtet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.04.2012

So lässt es sich Thomas Medicus gefallen, den Titanic-Mythos auf Grund laufen zu sehen. Weil die Autorin meisterlich recherchiert und als Musik- und Kulturwissenschaftlerin gekonnt auf den säkular-religiösen Charakter der Titanic-Geschichte und auf dessen Bedeutung für unser Zeitalter abheben kann, weil sie ferner in der Lage ist, den zeitlichen Ablauf der Mythenbildung zu re- und gleichzeitig zu dekonstruieren, indem sie so manche Tatsache als Irrglauben entlarvt und Schuld und Schuldige benennt, erscheint dem Rezensenten dieses Buch aus der unendlichen Reihe der Titanic-Literatur mitnichten überflüssig.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2012

Mit Interesse hat Rezensent Hannes Hintermeier dieses Buch zur Titanic gelesen, in dem die Kulturwissenschaftlerin Linda Maria Koldau sowohl die Mythen, als auch den tatsächlichen Forschungsstand um das vor hundert Jahren gesunkene Schiff untersucht. Der Kritiker erfährt unter anderem, dass es das vielbeklagte Elend der Dritten Klasse gar nicht gab oder dass der Untergang durch menschliches Versagen auf mehreren Ebenen verschuldet war. Mit Blick auf die Statistiken könne man von einem Untergang der edwardianischen Klassengesellschaft sprechen, so der Rezensent, dabei hatte die bürgerliche Schicht die größte Opferzahl zu verzeichnen. Darüber hinaus untersuche Koldau natürlich auch die zahlreichen Verfilmungen wie etwa den bereits vier Wochen nach der Katastrophe entstandenen Film "Saved from the Titanic" oder einen von Goebbels in Auftrag gegebenen antibritischen Propaganda-Film. Abgesehen von einigen Wiederholungen findet der Kritiker dieses Kompendium durchaus lesenswert.
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