Leo N. Tolstoi

Krieg und Frieden

Roman. 54 CDs
Cover: Krieg und Frieden
Audio Verlag, München 2009
ISBN 9783898138222
CD, 199,00 EUR

Klappentext

54 CDs mit 3618 Minuten Laufzeit. Gesprochen von Ulrich Noethen. "Krieg und Frieden" ist eine Ilias des 19. Jahrhunderts, ein Monumentalroman über die für Russland und die europäischen Staaten schicksalhafte Epoche der Napoleonischen Kriege zwischen 1806 und 1812 mit einem Ausblick im Epilog auf die folgenden acht Jahre. Tolstois weitgespannte historische Perspektive, die in der atemberaubenden Schilderung der entscheidenden Schlachten von Schöngraben, Austerlitz und Borodino gipfelt, führt über den ursprünglichen Plan einer Familienchronik mit historischem Hintergrund hinaus.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 18.11.2010

Besser als mit diesem Hörabenteuer könne man die kommenden Wintermonate wahrscheinlich kaum überstehen, schreibt begeistert Alexander Cammann über diese Einlesung des Monumentalromans. Das liegt, kann der Kritiker glaubhaft machen, vor allem an der Kunst des Vorlesers Ulrich Noethen, den Cammann hier als kongenialen Schrittmacher durch den Lesemarathon feiert. Und als beeindruckend disziplinierten Sprecher und Bändiger eines Riesenwerks, dessen Nuancen er mit leicht sonorer Stimme in allen Facetten gerecht werde. Psychologisch fein austariert folge er der farbigen Handlung, innere Monologe gelingen diesem Schauspieler ebenso überzeugend, wie wuchtige Massenszenen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2009

Große Begeisterung hat diese Lesung von Leo Tolstois Roman "Krieg und Frieden" bei Rezensent Wolfgang Schneider ausgelöst. Den Hörbuchmachern des RBB kann er zu diesem Mammutunternehmen - 54 Cds mit 67 Stunden Hörzeit umfasst das Werk - nur gratulieren, es ist für ihn ein ganz großer Wurf. Schnell ist er eingetaucht in den "epischen Strom" dieses gewaltigen Romans, der ihn fortgetragen hat für Wochen und Monate. Tolstois Erzählkunst scheint ihm wieder einmal überwältigend. Mit den "Kostümbudenzauber" vieler historischer Romane hat "Krieg und Frieden" für ihn nichts gemein, hier geht es um die Suche nach den Triebkräften der Geschichte, nach den Fragen, wie man leben solle und wie man sterben müsse. Schneider erinnert an Tolstois Meiserschaft im Blick auf "existenzialistische Zeitlupen in Momenten der Todesnähe", an sein grandioses Napoleonporträt, an seine drastische Vermittlung des Schreckens des Krieges und an vieles mehr. Besonders glücklich ist er über die Entscheidung der Hörbuchmacher, den Roman nicht zu kürzen, auch nicht die geschichtsphilosophischen Kapitel. Den Schauspieler Ulrich Noethen überschüttet er für seine Lesung geradezu mit Lob. Er attestiert ihm eine "Charakterstimme mit angenehm maskulinem Timbre". "Dieses längste aller Roman-Hörbücher", resümiert der beglückte Rezensent, "ist zugleich eines der kurzweiligsten."