Leo Malet

Das Leben ist zum Kotzen

Die Schwarze Trilogie. Kriminalhörspiel. 3 CDs
Cover: Das Leben ist zum Kotzen
Audio Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783898132633
CD, 24,95 EUR

Klappentext

3 CDs. 187 Minuten. Sprecher: Martina Gedeck, Anna Thalbach und andere; Regie: Leonhard Koppelmann. 1947/1948 schrieb Leo Malet die "Schwarze Trilogie". Mit großer psychologischer Spannung, eindringlich und poetisch erzählt, ist diese Romanfolge mit ihren surrealistischen Einflüssen einzigartig in der Kriminalliteratur. Die Helden dieser Geschichten - Anarchisten, Mörder, Diebe - leben in Revolte gegen die Gesellschaft und gegen sich selbst. Leonhard Koppelmanns Umsetzung entführt mit akustischer Sogkraft in die Unterwelten des Leo Malet. Aus Unfähigkeit zur Liebe findet Jean im ersten Teil das Leben "zum Kotzen" - und spielt mit dem Tod, sicherheitshalber mit dem der anderen. Im zweiten Teil, "Die Sonne scheint nicht für uns", stehen die Liebenden Dede und Gina wirklich nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Und eine enttäuschte Liebe macht Paulot im dritten Teil zum Mörder - mit einer "Angst im Bauch", die ihn am Ende völlig paralysiert.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.10.2003

Tobias Gohlis resümiert: Es ist "leicht, vom Revoluzzer zum Verbrecher zu werden". Das könne man in der Vertonung der drei Kriminalromane, die Leo Malet zu einer "Serie Noire" verknüpft habe, eindrucksvoll nachvollziehen. Da fallen eine Menge Schüsse, gibt es einiges an Fiepen und Rauschen der Rundfunksender der "frühen Jahre" zu hören und das Schwarze daran sei die "Sicht der Ganoven". Für Gohlis' Geschmack "glänzend" gekürzt und arrangiert, falle hier der Regen auf die "Ausgestoßenen der Nachkriegszeit". Wenn auch keine dezidierte Begeisterung rauszulesen ist, gewinnt man doch den Eindruck, dass den Rezensenten diese Vertonung des SWR überzeugt hat.
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