Lena Dunham

Not That Kind of Girl

Was ich im Leben so gelernt habe
Cover: Not That Kind of Girl
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2014
ISBN 9783100153562
Gebunden, 304 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Sophie Zeitz und Tobias Schnettler. In "Not That Kind of Girl" erzählt Lena Dunham, Erfinderin der Fernsehserie "GIRLS", hemmungslos persönlich, angstfrei und komisch aus ihrem Leben: von Kondomen in Zimmerpalmen, seltsamen Jungs und von ihrer Angst, keinen Platz in dieser Welt zu finden. Sie schreibt über die Taxifahrer in New York und vom plötzlichen Verliebtsein. Krisengeschüttelt, heiter, absolut im Jetzt: Lena Dunham bringt das Lebensgefühl einer neuen Generation Frauen auf den Punkt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2014

Anne Philippi liebt diese Frau! Ihren Bob-Schnitt, dass sie gelernt hat, sich zu schminken und dass sie dennoch keine Booklaunch-Party schmeißt. So ist Lena Dunham, lässt Philippi wissen, sie macht Dysfunktionalität zum Produkt (was ja nicht so neu ist), schlachtet ihre Familiengeheimnisse aus und zeigt, wie man als Mauerblümchen glänzen kann. Das Buch zur TV-Serie liest Philippi als eine Art Ratgeber. Sex, Arbeit, Ängste, Therapie - darüber erfährt die Rezensentin bei Dunham alles Notwendige und ist entsprechend dankbar. Auch wenn sie all das gerne bereits mit 20 gewusst hätte.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 07.10.2014

Für Rezensentin Eva Behrendt ist Lena Dunham, kreativer Mastermind und Hauptdarstellerin der subversiven Fernsehserie "Girls", zwar ohne weiteres eine echte Heldin der Selbstermächtigung, gerade auch, weil es ihr gelingt sich und ihr nonkonformes Äußere bis zum Starruhm durchzusetzen. Mit dem nun vorliegenden Band kann sich die sichtlich etwas enttäuschte Kritikerin allerdings nur überschaubar arrangieren, was auch daran liegt, dass Dunham hier ihre Arbeit fortlaufend kommentiert. Und "Reflexion ist nicht ihre Stärke", seufzt Behrendt bei der Lektüre: Die tendenziell "harmlose", immer wieder von feministischen Spitzen durchsetzte Ansammlung von Texten entwickelt zwar eine gewisse Stärke, wenn es um jene Momente geht, in denen Situationen zu kentern drohen, meint Behrendt. Doch so recht viel Interesse kann die Kritikerin für diese Alltagsgeschichten dann doch nicht recht aufbringen, wie sie am Ende einräumen muss. Als Alternative empfiehlt sie daher "How A Person Should Be" der Kanadierin Sheila Heti.
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