Aus dem Schwedischen von Lotta Rüegger und Holger Wolandt. Ein ländlicher Außenbezirk von Stockholm: Inmitten von leeren Schnapsflaschen liegt ein Toter. Der junge Zeitungsausträger, der ihn findet, verständigt pflichtschuldig die Polizei und gerät umgehend selbst in Verdacht. Aber schnell scheint der Fall klar und der junge Mann entlastet: ein Saufgelage ist ausgeartet, ein Zechbruder hat den anderen umgebracht. Nur dumm, dass der neue Verdächtige sich von selbst auf dem Revier meldet und ein Alibi vorweisen kann. Als wenig später der Zeitungsausträger von Badenden tot aus dem Meer gefischt wird, horcht man auf. Hinter dem Fall steckt wohl mehr, als man dachte. Genau das Richtige für den unkonventionellen Bäckström, der noch nie viel Rücksicht genommen hat, weder auf seine Gesundheit noch auf offizielle Anweisungen von oben. Aus dem Fundbüro, in das man ihn verbannt hatte, hat man ihn erlöst und nun hier in die Provinz versetzt. Stur wie immer nimmt Bäckström sich des Falles an und steckt schon bald in jeder Hinsicht wieder mittendrin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.05.2009
Rezensentin Sylvia Staude hält Leif Perssons Kommissar Bäckström für "den vielleicht unsympathischsten Kommissar der Weltliteratur" Ob das durchgängig eine Bereicherung für die Lektüre ist, lässt die Rezensentin in ihrer Besprechung allerdings offen. Sie findet das Ergebnis zwar auf den ersten Blick "sehr lustig", aber eben auch ein bisschen verstörend. Zunächst wirkt die Geschichte der Rezensentin zufolge "zynisch", doch "leider" muss man sie "wohl realistisch nennen". Auf jeden Fall gelungen findet die Rezensentin aber Perssons Tonfall. Der ist "ganz eigen, so nüchtern wie staubtrocken ironisch".
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