Laurie Penny zerlegt gnadenlos den modernen Feminismus und die Klassenpolitik, wenn sie von ihren eigenen Erfahrungen als Journalistin, Aktivistin und in der Subkultur berichtet. Es ist ein Buch über Armut und Vorurteile, Online-Dating und Essstörungen, Straßenkämpfe und Fernsehlügen. Der Backlash gegen sexuelle Freiheit für Männer und Frauen und gegen soziale Gerechtigkeit ist unübersehbar - und der Feminismus muss mutiger werden! Laurie Penny spricht für einen Feminismus, der keine Gefangenen macht, dem es um Gerechtigkeit und Gleichheit geht, aber auch um Freiheit für alle. Um die Freiheit zu sein, wer wir sind, zu lieben, wen wir wollen, neue Genderrollen zu erfinden und stolz gegenüber jenen aufzutreten, die uns diese Rechte verweigern wollen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.03.2015
Susan Vahabzadeh scheint hin- und hergerissen von diesem Buch von Laurie Penny. Dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt und die merkantilen Mechanismen benennt, die den Feminismus seit Jahren ausbremsen und Frauenkörper zu Kapitalanlagen machen, findet sie ehrenvoll und wichtig. Die Anlage des Buches als Mix aus persönlichem Bekenntnis und Systemkritik erscheint der Rezensentin allerdings problematisch. Zu unstrukturiert sind am Ende die Thesen der Autorin, zu wenig fassbar die Erkenntnisse, meint Vahabzadeh. Und weshalb Penny sich nicht stärker mit ihren Mitstreiterinnen, Germaine Greer etwa, auseinandersetzt, ist der Rezensentin ein Rätsel. Das Buch nimmt sie daher vor allem als allerdings mutige Provokation.
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