Kurt Tucholsky

Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Band 1: Texte 1907-1913
Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1997
ISBN 9783498065300
Broschiert, 697 Seiten, 39,88 EUR

Klappentext

Im Januar 1913 standen Tucholskys erste Beiträge in Siegfried Jacobsons "Schaubühne", der späteren "Weltbühne", im Februar meldete sich Ignaz Wrobel zu Wort, im März Peter Panter und im September Theobald Tiger. Auch kamen unter verschiedenen Versuchspseudonymen wie Schigolch oder Horatio von Massarena einige Texte heraus, die bisher nicht wieder veröffentlicht worden waren. Außerdem enthält der Band, der alle gedruckten Erstlingsarbeiten und Vorkriegsveröffentlichungen umfasst, Kabarett-Kritiken und Auseinandersetzungen mit dem Film und der Tendenzfotografie. Zahlreiche Rezensionen lassen überdies den Literaturkritiker erkennen, darunter die Besprechnung der ersten Kafka-Veröffentlichung. Diese frühen Arbeiten zeigen, dass Tucholsky viele seiner wichtigen Themen schon vor dem Ersten Weltkrieg gefunden hatte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.02.2000

Thomas Rietzschel befasst sich in dieser Rezension weniger mit den einzelnen bisher erschienenen Bänden der Edition, sondern würdigt vielmehr die Gesamtleistung, die er bis zum jetzigen Zeitpunkt für sehr gelungen ist. Dabei weist er darauf hin, dass diese Ausgabe bei Vervollständigung wesentlich umfangreicher sein wird, als die bisher erschienenen Tucholsky-Editionen, und auch mehr Beiträge enthalten wird als in der Tucholsky-Bibliographie verzeichnet sind. Als besonders sinnvoll hebt er die chronologische Abfolge dieser Edition hervor, die nicht nur Tucholskys Werdegang als Journalist nachzeichnet, sondern auch gleichzeitig ein detailliertes Bild der Zeit malt. "Wie der endlose Essasy einer Epoche" erscheinen dem Rezensenten Tucholskys Aufzeichnungen. Dabei macht Rietzschel zahlreiche spannende Beobachtungen gerade in eher beiläufigen Schilderungen des Autors. Um dies zu veranschaulichen, zählt er deshalb einige Beispiele auf. Zwar räumt er ein, dass "so viel Tucholksy nicht jeder braucht", dennoch hält er gerade die Einbeziehung aller erreichbaren Briefe für eine der größten Verdienste dieser Edition.
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