Mit Bildern von Carsten Märtin. Die hintersinnige Hasengeschichte des Dadaisten und Merz-Aktivisten Kurt Schwitters (1887-1948) ist eine geistreiche Spielerei, bei der sich ein Hase in immer neuen Daseinsformen durch die Welt mäandert mal als Schwein und mal als Schwan, mal als Fisch und mal als Nilpferd (fast ohne Schwanz, dafür mit Sphinx!), aber auch als Bananendampfer und gar als Floh im Pelz einer pickfeinen Pudeldame - bevor er gereift wieder bei sich selber ankommt. Der Oldenburger Bilderbuchkünstler Carsten Märtin hat die listig-lustige Verwandlungsgeschichte für Kinder (und für das Kind in uns allen) in farbenfrohe Bilder umgesetzt. Frohe Ostern!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.04.2001
Harald Eggebrecht erläutert, dass Schwitters dieses Buch von einem sich stets verwandelnden Hasen im Jahre1925 geschrieben hat. Dass der Rezensent nun ein "wunderbar surrealistisches Kinderbuch" zu besprechen hat, liegt aber, wie der Leser erfährt, nicht zuletzt an den "köstlich-grotesken Zeichnungen" Carsten Märtins. Nach Eggebrecht scheint es sich bei Schwitters und Märtin um ein denkbar gut zusammen passendes Duo zu handeln, denn Märtin habe den Hasen, der sich durch eigenartige Metamorphosen in einen Nilpferdhasen, einen Flohhasen oder gar ein rosafarbenen Schweinchenhasen verwandelt, mit der gleichen Selbstverständlichkeit "durch den Gestaltenreigen hüpfen" lassen, wie Schwitters in seiner Erzählung. Bedauerlich findet Eggebrecht, dass man keine Informationen über die Entstehung dieses Buchs erhält - "Bilderbuch hin, Bilderbuch her".
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 22.03.2001
Susanne Mayer lässt sich in ihrer Besprechung ganz von der surrealen und seltsamen Kindergeschichte des Dadaisten Schwitters treiben. Die komischen Verrücktheiten, die sich auch in der Wortwahl wiederfinden, scheinen ihr von Illustrator Carsten Märtin gekonnt umgesetzt. Die ungewöhnliche Kindergeschichte macht ihr summa summarum viel Spaß.
Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…