Andrea Sieger, Ted Sieger

Molly, die kleine Monsterin, schläft nicht in ihrem Bett

(ab 3 Jahre)
Cover: Molly, die kleine Monsterin, schläft nicht in ihrem Bett
Lappan Verlag, Oldenburg 2000
ISBN 9783830310112
Gebunden, 32 Seiten, 11,25 EUR

Klappentext

Molly findet tausend Gründe, um nachts zu ihren Eltern ins Bett zu kriechen und nicht allein in ihrem eigenen Bett zu schlafen: Mal hat sie Hunger, mal hat sie Durst; mal ist es zu hell und mal zu dunkel; mal ist es ihr zu leise und dann wieder zu laut. Aber schließlich finden Molly und ihre Eltern eine Lösung ...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.09.2000

Ursula Sinnreich bespricht drei Bilderbücher, in denen die Begegnung mit dem "Fremden und Unbekannten" in Gestalt eines Monsters beschrieben wird:
1) Andreas und Ted Sieger: "Molly, die kleine Monsterin, schläft nicht in ihrem Bett"
Diese kleine Monsterin ist nicht zum Fürchten, versichert Sinnreich. Ihr gefällt besonders die Unordnung bei der Monsterfamilie: "tausenderlei Krimskrams", darunter ein Toaster im Bett, der niemanden stört. Dieses liebevoll "zelebrierte" Chaos könne auch gelesen werden "als ein Spiegel des unermüdlichen Einfallsreichtums einer emotional vielfältigen Innenwelt". Schade, dass das kein Satz ist, den sich eine Sechsjährige merken kann. Er wäre eine gute Entgegnung auf die Aufforderung, das Zimmer aufzuräumen.
2) Hildegard Müller: "Lina und der Drache"
Sinnreich lobt die "stimmungsvolle Atmosphäre", in der ein kleines Mädchen die erste Erfahrung mit dem Verlust eines geliebten Wesens macht. Denn sein bester Freund der Drache, hat schreckliches Heimweh und will nach Hause. Besonders gefallen der Rezensentin die Bilder aus "mehreren kreidigen Farbschichten", mit denen die Autorin/Illustratorin Bewegung und Emotion ausdrücke.
3) Eggermann/Kleeb: "Das Buchstabenmonster"
Diese "ebenso lehrreiche wie amüsante Geschichte" um ein Monster, dass alle Buchstaben auffrisst und so Sprachlosigkeit auslöst, gefällt Sinnreich besonders wegen der phantasievollen Verbindung von Text und Bild. Die "spielerische Kombination von Zeichen" lehre Kinder, dass Sprache nichts statisches ist, sondern ständig verändert werden kann. Auch das Begleitbuch lobt die Rezensentin.

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