Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.2007
Mehr als einen historischen Wert mag Stefan Dietrich diesem von Kurt Beck und Hubertus Heil herausgegebenen Band zur Programmdebatte der SPD nicht einräumen, da sich die Autoren nicht mehr auf den "Bremer Entwurf" vom Januar 2007 beziehen konnten, der erst nach der Drucklegung des Werks vorgestellt wurde. Er bedauert, dass der Band nicht auf die Frage eingeht, wie sich Gegner und Befürworter der Schröder'schen Agendapolitik unter einen Hut bringen lassen. Stattdessen findet er darin Beiträge von 62 SPD-nahen Wissenschaftlern, Verbandsfunktionären und namhaften Parteimitgliedern, die über die Grundwerte der SPD schreiben und sich mit den Standardthemen Globalisierung, Sozialstaat, Ökologie, Demographie, Kultur und Friedenspolitik sowie der Zukunft der SPD als Volkspartei befassen. Die Herausgeber enthielten sich jeder Festlegung, die über flügelübergreifend akzeptierte Forderungen hinausginge. Dietrich sieht ihren Beitrag vor allem In der "Verbreitung einer optimistischen Grundstimmung" für die SPD. Alles in Allem vermisst er hier nicht nur den "aktuellen Bezugspunkt", sondern auch eine "profilschärfende Verbindlichkeit".
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