Über trans Pionier*innen und die Kunst, widerständig zu leben
Verbrecher Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783957326478 Broschiert, 128 Seiten, 16,00
EUR
Klappentext
IIn "Gender Punks" folgt Kuku Schrapnell historischen trans- und intergeschlechtlichen Personen vom 17. bis ins 20. Jahrhundert. Dabei geht es um ganz grundlegende Fragen: Was ist Geschlecht überhaupt? Und wie machen wir diese Welt zu einem besseren Ort? Kuku Schrapnell zeichnet das Leben queerer Ikonen wie Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, Romaine-la-Prophétesse, Lucy Hicks Anderson oder der Danshō Okiyo nach. Es geht um Widerstand in einer Welt, in der sich Patriarchat und Kapitalismus gegenseitig verstärken. Kuku Schrapnell zeigt, dass es in all dieser Zeit und all den dazugehörigen Verwerfungen immer wieder Menschen gab, die sich erst auf persönlicher und schließlich auf kollektiver Ebene der Herrschaft und Unterdrückung widersetzten. Kuku Schrapnell entreißt die Schicksale den Gerichts- und Krankenakten und schreibt sie solidarisch und liebe voll neu.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 14.03.2026
Rezensentin Rosa Budde folgt gerne der Autor:in bei dieser kurzweilig-unterhaltsam geschriebenen und tiefgründigen Suche nach trans- und intergeschlechtlichen Personen in der Geschichte des 17. bis zum 20. Jahrhundert. Fündig wird die queerfeministisch arbeitende Schrapnell aufgrund unserer heteronormativen Geschichtsschreibung hauptsächlich in Gerichts- und Krankenakten sowie in Presseberichten, teilt uns die Kritikerin mit. Der mit historischer Akkuratesse spielende Erzählton, mit dem sich etwa den Biographien ausgewählter Gender Punks aus den USA, Haiti und Japan angenähert wird, ist "rotzig und einfühlsam", lobt Budde. Inmitten der gesellschaftlichen Ausgrenzung und Verfolgung, die gender-nonkonforme Personen erfahren haben, betont der Text die Bedeutung eines selbstbestimmten Lebens und setzt sich überzeugend für einen Fokus auf transgeschlechtlicher Euphorie ein, freut sich die Rezensentin.
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