2 mp3-CDs mit einer Laufzeit von 720 Minuten. Gelesen von Jens Harzer. "Mephisto" erzählt die Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen, von seinen Anfängen im Hamburger Künstlertheater 1926 bis zum Jahr 1936, als Höfgen (in manchen Zügen unverkennbar Gustaf Gründgens) es zum gefeierten Star des neuen Reiches gebracht hat. Höfgen geht dafür jedoch einen Teufelspakt ein und verrät die humanen Werte, für die er einst eintrat.
"Mephisto" ist ein zeitkritisches Panorama der Zustände im Dritten Reich - mit deutlich satirischen Elementen, eine Geschichte von Anpassung und Widerstand. Erstmals erschienen 1936 im Amsterdamer Exilverlag Querido, wurde die Verbreitung des Romans in der Bundesrepublik 1966 verboten. 1981 erschien trotz Verbots eine Neuausgabe, und "Mephisto" wurde zu einem Kultbuch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.05.2019
Rezensent Peter Lückemeier hat sich gut amüsiert mit diesem Roman Klaus Manns, der darin mehr oder weniger unverhohlen den Schauspieler, Intendanten und kurzzeitigen Ehemann von Erika, Gustav Gründgens aufs Korn nahm. Gut gelesen von Jens Harzer, lobt er etwas flau, auch wenn er jetzt "ahnt", warum Bruno Ganz Harzer als würdigstem deutschen Schauspieler den Ifflandring vermacht hat.
Rezensent Elmar Krekeler nennt es hohe Kunst, wie Jens Harzer Klaus Manns "Mephisto" eingelesen hat: Das Buch, von dem der Autor selbst vermutete, dass es "den kalten Glanz des Hasses" haben könnte, erlangt ihn laut Krekeler in diesem Hörspiel dank Harzer tatsächlich. Dem Schauspieler gelinge es, die Geschichte seines fiktiven Kollegen Höfgen mit solcher Klangvirtuosität und Sanftheit zu sprechen, dass man die Boshaftigkeit seines Schmierentheaters für die Nazis förmlich hören könne. "Besser kann man das nicht machen", schließt der zutiefst beeindruckte Rezensent.
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