Klaus Günzel

Das Weimarer Fürstenhaus

Eine Dynastie schreibt Kulturgeschichte
Cover: Das Weimarer Fürstenhaus
Böhlau Verlag, Köln/Wien 2001
ISBN 9783412031008
Gebunden, 223 Seiten, 24,54 EUR

Klappentext

Kaum ein Fürstengeschlecht hat ein so herausragendes geistiges Zentrum geschaffen wie das Weimarer Regentenhaus. Aus dem unbedeutenden Kleinstaat wird unter der Herzogin Anna Amalia innerhalb weniger Jahre ein Anziehungspunkt für Künstler, Philosophen,Theaterleute und Literaten. Es sind vor allem die Frauen, die das Gesicht des Hauses prägen. Nach Anna Amalia ist es Maria Pawlowna, die dem Großherzogtum zu neuem Ansehen verhilft. Mit dem Herrscherpaar Carl Alexander und Sophie betritt Weimar sein "silbernes Zeitalter". Musik, Literatur und bildende Kunst, aber auch Architektur und Sozialfürsorge erleben eine neue Blüte. Unter Wilhelm Ernst findet die Regentengeschichte des Hauses Sachsen-Weimar-Eisenach 1918 ihr wenig rühmliches Ende.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.11.2001

Für Roswitha Budeus-Budde setzt der Historiker Klaus Günzel einen neuen Akzent in der Erforschung der Weimarer Dynastie: Im vorliegenden Buch gehe es um die Förderung von Literatur und Musik durch die Weimarer Fürsten. Fürst Johann Friedrich etwa habe mit Lucas Cranach den ersten namhaften Künstler in die Stadt geholt, Wilhelm Ernst beschäftigte später Johann Sebastian Bach als Organist, referiert die Rezensentin. Besonderes Augenmerk lenke der Autor auf die Fürstin Anna Amalia, die den Aufstieg von Kunst und Kultur als ihr Lebenswerk angesehen habe. Durch die fürstliche Unterstützung habe Weimar eine Bedeutung als "Ort der Musen und Künste" erlangt, die noch heute besteht. Die vorliegende Chronik ende 1945. Budeus-Budde lobt die Darstellung als "sehr lebendig".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2001

Klaus Günzel hat sich eine schwierige Aufgabe gestellt. Ein Buch über das Weimarer Fürstenhaus zu schreiben bedeutet einerseits, hinreichend bekannte Studien über Angehörige des Hauses wie Carl-August zu berücksichtigen, andererseits selbständig Neues über die Nachfolger ans Tageslicht zu befördern, weiß Wolfgang Schuller. Er meint, dass Günzel diese Aufgabe ganz "vorzüglich" bewältigt und eine wirklich spannende, gut lesbare Geschichte des Weimarer Hauses vorgelegt hat. Schön findet der Rezensent auch, dass sich der Autor nicht scheue, die Taten der weniger rühmlichen Gestalten der Dynastie deutlich beim Namen zu nennen.
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