Klaus Ensikat, Susanne Mutschler

Ritter durften noch rülpsen

Die Kinder-Uni fragt, woher die Manieren kommen
Cover: Ritter durften noch rülpsen
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2008
ISBN 9783421043092
Gebunden, 240 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Über gute und schlechte Manieren bei Tisch und anderswo streiten sich Kinder und Eltern gern und mit großer Ausdauer. In einer kleinen Kulturgeschichte der Manieren erklärt die "Kinder-Uni" anhand zahlreicher Beispiele, woher Benimmregeln eigentlich kommen, seit wann es sie gibt, wozu sie gut sein können und warum sie vermutlich nicht nur erfunden wurden, um kleine und große Menschen zu plagen."Lass das Schmatzen!" - "Bohr nicht in der Nase!" - "Man zeigt nicht mit dem Finger auf andere Leute! "Wo sie gehen, stehen, sitzen, haben Kinder (und Erwachsene) mit Benimmregeln zu tun. Manchmal sind sie anstrengend, manchmal lästig, und nicht immer versteht man, warum es nicht auch ohne solche Zwänge geht. Warum zum Beispiel essen wir mit Besteck statt einfach mit den Fingern, und warum haben Kinder oft bei Tisch nichts zu sagen?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 20.11.2008

Als ?Genuss und Vergnügen? empfand Rezensentin Sybil Gräfin Schönfeld diese, aus ihrer Sicht höchst amüsante und lehrreiche historische Übersicht über Sitten und Manieren, die überzeugend darstelle, warum diese helfen, ?höflich, heiter und human? miteinander umzugehen. Als besonderen Vorteil dieses Manierenbuchs betrachtet die Rezensentin die gelassene, vollkommen unaggressive und ohne Besserwisserei auskommende Behandlung des Benimm-Themas insgesamt, das Argumentieren aus historischer und kulturgeschichtlicher Sicht, wodurch Entwicklungen und Regeln aus ihrem Ursprung heraus erklärt und begründet würde. Acht Sachkapitel gebe es, lesen wir, die sich auf ?Ordnungsformen des Äußerlichen? in verschiedenen Zeiten beschränken - dazu gebe es sieben Vertreter aus unterschiedlichen Zeiten und Perspektiven, die die Dinge aus ihrer Sicht beschreiben und erläutern. Auch Illustrator Klaus Ensikat besticht die Rezensentin durch Witz und bewundernswerte historische Detailkenntnis.

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