Am 2. September 2015 ertrank Alan Kurdi bei dem Versuch, sich über das Mittelmeer nach Europa in Sicherheit zu bringen. Er war drei Jahre alt und stammte aus Syrien. Khaled Hosseini war selbst ein Flüchtlingsjunge, der fern von seinem Heimatland Afghanistan aufwuchs. Diese Erfahrung von Trennung und Heimweh wurde für ihn schriftstellerischer Antrieb wie gesellschaftspolitischer Auftrag: Seit vielen Jahren unterhält er eine eigene Stiftung und ist Sonderbotschafter des UNHCR. "Am Abend vor dem Meer" kommt beides zusammen. Die atmosphärisch dichte Erzählung, farbig illustriert von Dan Williams, erzählt in einem Brief eines Vaters an seinen Sohn vom Abschied von zu Hause und der Gefahr der Überfahrt auf der Flucht.
Die Einnahmen des Autors aus diesem Buch gehen an die Khaled Hosseini Foundation und den UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, um lebensrettende Nothilfemaßnahmen zu finanzieren und Flüchtlingen überall auf der Welt eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.09.2018
Rezensent Sebastian Borger hat die neue Erzählung des Bestsellerautors Khaled Hosseini als Plädoyer für mehr Flüchtlingshilfe gelesen: Laut ihm gibt sie wieder, was ein Syrer am Vorabend seiner Flucht zu seinem schlafenden Sohn sagt. Halb Gebet, halb Erinnerungen, sei das Buch des "wunderbaren Geschichtenerzählers" Hosseini ideal, um die Einzelschicksale hinter den grausigen Zahlen toter Geflüchteter fassbar zu machen, so Borger.
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