Als die Journalistin Kerstin Tomiak nach Kunduz geht, wo die Bundeswehr für Sicherheit sorgt, ahnt sie nicht, was auf sie zukommt. Zwischen Militärlager, Stammesgesellschaft und verschleierten Frauen entdeckt sie ein Land von ungeahnter Schönheit und begegnet beeindruckenden Menschen. Die Liebe zu diesem Land, das in seiner Fremdheit von geradezu magischer Anziehungskraft ist, wird sie nie wieder loslassen...
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 14.10.2009
Rezensentin Ulrike Winkelmann findet zwar durchaus spannend, was Kerstin Tomiak, die Autorin dieses Erlebnisberichts, über afghanische Lebenswelten zu erzählen hat. Über die aktuelle politische Lage, besonders was die Rolle der Bundeswehr betrifft, verrät das Buch allerdings nicht viel. Das hat nach Winkelmanns Einschätzung vor allem damit zu tun, dass sich die Situation stark verändert hat, seit Tomiak dort vor drei Jahren ihren Einsatz als PR-Frau der Bundeswehr hatte. Befürwortet in ihrem Buch "vehement" die zivilen Aufbauleistungen ihres damaligen Arbeitgebers, doch heute stellt sich eher die Lage in Winkelmanns Augen deutlich anders da. "Mindestens offen" ist nämlich die Frage, wen die Armee "noch schützt außer sich selbst".
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