Katrin Seddig

Eine Nacht und alles

Roman
Cover: Eine Nacht und alles
Rowohlt Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783871347856
Gebunden, 432 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Eine Nacht mit einem fremden Mann, und plötzlich ist in Irenes Leben nichts mehr am festen Platz. Halbverliebt in den beinah Unbekannten, obwohl dieser sich nicht meldet, beginnt Irene zu zweifeln - an ihrer eingefahrenen Ehe wie an sich als Mutter, die ihre siebzehnjährige Tochter in eine Aussteiger-Kommune ziehen ließ. Irenes impulsiver Versuch, die Dinge wieder zu kitten, indem sie das nestflüchtige Kind ausgerechnet zu Weihnachten besucht, endet erst recht in einer Farce, und mit jedem Schritt wächst die Unsicherheit noch: Irene lernt die traurige junge Yasemine kennen, die sich als Ersatztochter geradezu anbietet, ein Kindheitsfreund bittet sie um Hilfe, und auch ihr Liebhaber lässt von sich hören. Schließlich steht Irene zwischen allen und allem: ihrer Tochter und der bemutterungsbedürftigen Yasemine, ihrem bisherigen Leben und einer womöglich aufregenden Zukunft mit einem neuen Mann...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.06.2015

Was für Liebeskranke hat Katrin Bettina Müller zu empfehlen. Der Lakonie und dem Mangel an großen Gesten in Katrin Seddigs drittem Roman traut die Rezensentin Wunderkräfte zu. Ebenso heilsam wirken die Frauenfiguren auf die Rezensentin, wenn sie sich lässig durchs Leben treiben lassen: Keine Karriere, keine Selbstoptimierung, nirgends. Stattdessen dreht sichs um die Liebe und um einen dicken Mann hinter einem Schreibtisch. Für Müller ein Bild der Zuversicht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2015

Ein paar mehr Brüche und Kanten hätte sich Wiebke Porombka in diesem dritten Roman von Katrin Seddig gewünscht. Mehr so wie in dem Debüt "Runterkommen", wo die Mittelmäßigkeit der Figuren durch eine schroffe Skurrilität konterkariert wurde, meint sie. Hier fehlt dergleichen, und Porombka geht die Seichtheit und Schalheit des Personals und des Geschehens schließlich ganz leicht auf die Nerven. Dass die Autorin die Mittelmäßigkeit eines weich gepolsterten Paarlebens ernsthaft und ohne Überheblichkeit rüberbringen kann, steht für die Rezensentin allerdings außer Frage. Aber die bloße Aussicht auf einen One-Night-Stand im Text ist Porombka einfach zu wenig.
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