David Foster

Der Garten am Ende der Welt

Roman
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2000
ISBN 9783608934151
Gebunden, 531 Seiten, 25,05 EUR

Klappentext

Aus dem australischen Englisch von Wolf Koehler. 1995. D´Arcy D´Oliveres, Briefträger und seit langem in Australien ansässiger englischer Emigrant und Baronet, ist in den Ruhestand getreten. An seinem letzten Arbeitstag entdeckt er ein nicht zugestelltes Päckchen: das Manuskript einer epischen Dichtung über eine Kommune in einem abgeschiedenen Tal, das sich als Land der Ewigen Jugend offenbarte, als Paradies, nur von vereinzelten Holzfällerfamilien dünn besiedelt...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.03.2001

Schon interessant, mit diesem Roman des 1944 in Sydney geborenen Schriftstellers David Foster etwas über die 68er Revolution in Australien zu erfahren, freut sich Uwe Pralle. Besonders angetan ist er vom Protagonisten des Romans, den Lebenskünstler D` Arcy D` Oliveres. "Unermüdliche Ab- und Ausschweifungen gewitzter Kommentare, Fußnoten kauziger Gelehrsamkeit, aberwitzige Anekdoten und Episoden sowie boshafte Invektiven" - damit hat der Autor seinen Protagonisten ausgestattet, meint Pralle. Ohne diese Figur wäre der gesamte Roman nur halb so schön verwunschen, meint der Rezensent. Aber auch dann noch wäre genug übrig von diesem beachtlichen Terrarium der Mentalitäten und Slangs der Dropouts und Rebellen von 1968, denkt Pralle. "Der Garten am Ende der Welt" ist Fosters neunter Roman. In Australien wurde er dafür mit dem begehrten Miles Franklin Award bedacht, informiert der Rezensent. Er ist gespannt darauf, wie die europäische Leserschaft den Schriftsteller aufnehmen wird. Foster jedenfalls hält er für ein einzigartiges Kaliber in der australischen Literaturszene.
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