Mit Illustrationen von Julie Völk. Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik. Sommer 1914. Alice geht mit ihrer besten Freundin auf die Kirmes. Die Mädchen fahren Kettenkarussell, bis ihnen schwindlig wird, essen Süßigkeiten und lachen, dass ihnen die Bäuche wehtun. Anschließend legen sich die beiden ins Gras und schauen in den Himmel. Etwas liegt in der Luft. "Es wird keinen Krieg geben", hat die Tante aus der Hauptstadt gesagt. Die Mutter von Alice meint: "Alles wird gut, immer."Dann kommen die ersten Flüchtlinge: müde und sorgenvoll dreinblickende Männer, Frauen und Kinder mit Wagen voller Hausrat. Eines Tages verlässt auch Alice mit ihrer Familie die Stadt …Eine zeitlose Geschichte von Krieg und Flucht, Liebe und Zusammenhalt in der Familie und darüber, wie schön die Welt trotz allem ist.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 13.01.2021
Rezensentin Kim Kindermann staunt, dass die Geschichte von Krieg und Vertreibung im Ersten Weltkrieg, die Kathleen Vereecken aus Kindersicht erzählt, sich auch tatsächlich für Kinder eignet. Was es bedeutet, wenn in Extremsituationen langsam die Hoffnung schwindet, wenn ein Kind Verantwortung für sich und jüngere Geschwister übernehmen muss, vermittelt der Text laut Kindermann atmosphärisch, zeitlos, unter Verzicht auf historische Daten, aber mit intensivem Blick auf die Gefühle und Nöte der Figuren. Zwei Dinge lehrt Kindermann die Lektüre: Geschichte wiederholt sich, und in der Krise ist Zusammenhalt alles.
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