Aus dem Englischen von Ute Haffmans. Herausgegeben von Heiko Arntz. Mit diesen dreizehn Erzählungen betrat Katherine Mansfield die literarische Bühne, wurde sie zur Wegbereiterin der modernen englischen Short Story.
Rezensent Frank Schäfer ist beeindruckt von diesen frühen, von Verlagsseite gelungen aufbereiteten Geschichten von Katherine Mansfield - obwohl die Autorin selbst diesem Teil ihres Werkes durchaus kritisch gegenüber stand und ihn als ungerechtfertigt bitter und zynisch empfand. Diese Elemente entdeckt der Rezensent zwar auch in den oft als Satire missverstandenen Kurzgeschichten. Er findet dennoch, dass sich Mansfields "mitleidlos-maliziöse Erzählungsskizzen" trotz ihres noch unausgereiften Stils gut lesen lassen und dass sie mit reichlich Scharfsinn und schlüssigen Beobachtungen aufwartet - etwa über den "deutschen Untertanen- und Spießergeist der Zeit" und über die gesellschaftlichen Zwänge, mit denen sich Frauen arrangieren mussten. Schäfer empfiehlt Mansfield in diesem Zusammenhang sogar als "wirksames Antidot zu Eva Hermanns Apfelkuchenfrömmelei". Es gefällt dem Rezensenten, wie " kühl diagnostizierend, nur leicht kommentierend" die seinerzeit junge Autorin an ihre Themen herangeht.
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