Aus dem Englischen von Barbara Steckhan, Sonja Schuhmacher und Katharina Förs. Dass neue Herausforderungen zum Lernen anregen, weiß die Hirnforschung seit langem. Neu ist die Erkenntnis, dass die überwältigende Erfahrung, ein Kind zu bekommen und es aufzuziehen, dauerhafte Spuren im Gehirn der Mutter hinterlässt. Vielfältige Sinneseindrücke schärfen ihre Wahrnehmungsfähigkeit, das tägliche Multitasking steigert die Effizienz. Die Motivation, ihre Kinder zu schützen, hilft Müttern, schnell, kreativ und selbstbewusst zu handeln kurz: Was Manager in teuren Seminaren üben, lernen Mütter im Umgang mit ihren Kindern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.03.2006
Als "faszinierende Lektüre" begrüßt Wiebke Hüster dieses Buch von Katherine Ellison, das sich mit dem Kompetenzzuwachs befasst, den die Mutterschaft mit sich bringt. Das Buch widerlegt ihres Erachtens weit verbreitete Vorurteile über Mütter, die angeblich mit der Geburt ihres ersten Kindes ihren Verstand abgäben, und vor allem mit Schlafmangel, Gedächtnisstörungen und monotonen Hausarbeiten zu kämpfen hätten. Die Autorin zeige demgegenüber, dass aufgrund der hormonellen Umstellungen nach der Geburt neurobiologische Veränderungen im Gehirn stattfänden, nach deren Abschluss Mütter einen kognitiven Vorsprung gegenüber dem Rest der Welt haben. Die detaillierten neurowissenschaftlichen Schilderungen dieser Umstrukturierung des Mutterhirns sind für Hüster allerdings nicht einmal das Spannendste an dem Buch. Interessanter noch findet sie die zahlreichen Beobachtungen aus dem Leben von Müttern, die Ellison dank ihrer eigenen Erfahrungen sowie der ihrer vieler Interviewpartnerinnen versammelt und die ihre These, Mutter sein mache schlau, veranschaulichen. Auch der "trockene Witz" der Autorin hat Hüster bestens gefallen.
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