Aus dem Amerikanischen von Brigitte Jakobeit. Crenshaw ist kein gewöhnlicher Kater: Er hat nicht nur einen seltsamen Namen, sondern isst auch für sein Leben gern lila Geleebohnen. Er kann sprechen und ist riesengroß - so groß, dass man sich im Notfall gut bei ihm anlehnen kann. Vor allem aber ist Crenshaw unsichtbar. Der einzige, der ihn sehen kann, ist Jackson, obwohl der überhaupt nicht an unsichtbare Kater glaubt und im Moment ganz andere Sorgen hat. Zu Hause ist das Geld nämlich mal wieder knapp, sodass es zum Abendbrot seit einer Weile nur noch Cornflakes gibt, seine Mutter mehrere Jobs gleichzeitig annimmt und Jackson seine Sachen auf dem Flohmarkt verkaufen muss. Doch wenn alles zu schlimm wird, taucht Crenshaw auf, segelt mit dem Regenschirm durch die Lüfte, nimmt ein Schaumbad oder stellt irgendetwas anderes Verrücktes an. Er kitzelt ein Lächeln aus Jackson heraus, wenn ihm eigentlich zum Heulen zumute ist. Er versteht Jackson wie kein anderer und zeigt ihm, dass es ok ist, wütend zu sein. Denn auch ein Kater ist nicht immer gut gelaunt. Und er erinnert Jackson daran, dass es höchste Zeit ist, eine Entscheidung zu treffen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2016
Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel hat dieses Kinderbuch stark berührt. Es erzählt von einem zehnjährigen Jungen, der Forscher werden will und an rationale Erklärungen glaubt. Nur wenn es ihm schlecht geht, taucht Crenshaw auf, ein Skateboard surfender Kater. Und schlecht geht es dem Jungen immer mal wieder: wenn der Vater krank ist und nichts dazuverdienen kann und der Familie mal wieder die Arbeitslosigkeit droht. Eine berührende, gut übersetzte Geschichte, lobt Menzel.
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