Die Neuedition von Gutzkows "herrlichem Alterswerk" trägt nicht nur zum Verständnis des Autors sondern auch zur Aufklärung über das 19. Jahrhundert bei, freut sich der Rezensent Rolf Vollmann. Er verteidigt den Autor energisch gegen Vorwürfe der Inaktualität. Sein Buch klinge zwar wie "Vergangenes, das uns nichts angeht", jedoch nur so lange "bis man irgendwann sich gefangen sieht und ohne zu wissen wo; oder mitgerissen, aber ohne zu wissen, wohin". Gutzkow schreibe über "Ehe und Liebe, Kunst und Wissenschaft und Wirtschaft, alles durcheinander und ... voller bewundernswerter moralischer Haltlosigkeit", fasst Vollmann zusammen. Besonders die "eigentümliche Stillosigkeit" des Textes, "der keiner Ästhetik mehr gehorcht und erst recht keine neue mehr entwickelt", macht laut Vollmann die intensive Sogwirkung von Gutzkows Roman aus. Die beiliegende CD-Rom, deren Inhalt man auch unter www.gutzkow.de findet, liefere viele Zusatzinformationen sowie eine digitale Version des Textes, aber leider keinen Kommentar zu "Die neuen Serapionsbrüder". Diese Tatsache kann aber die Freude des Rezensenten über die Neuedition dieses "großartigen Romans" nicht trüben. Darüber hinaus ist er sich sicher, dass die für die Edition verantwortliche internationale Arbeitsgruppe auch in Zukunft gute Arbeit leisten wird.
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