Frank Schäfer ist bisher als Leadgitarrist verschiedenster Sachbücher und zahlreicher Zeitungsenten zu den Themen Aufklärung (18. Jahrhundert) und Jugenddrogen (70er, 80er, 90er Jahre) hervorgetreten. Der promovierte Jägermeisterstadtindianer vom Jahrgang sixtysix ließ es sich nicht nehmen, seinen Zettelkasten mit sogenannten Bindewörtern und, und dann, und danach) zu einem sogenannten Rock-Roman zu verbinden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2013
Angenehm fern von popliterarischen Adoleszenzromanen findet Rezensentin Sandra Kerschbaumer Alexandra Kuitkowskis Versuch, nach einigen Krimis nun ein anderes Genre auszuprobieren. Gelungen scheint der Rezensentin die Familiengeschichte aus dem hohen Norden wegen ihrer straffen Erzählweise, aber auch der Perspektive einer 16-Jährigen wegen, die auf die eigenen Herzens- und die damit kollidierenden Dorfgesellschaftsverhältnisse schaut und sie nicht versteht. Ihr Unverständnis und die Arbeit im Stall bilden laut Kerschbaumer einen heilsamen Kontrast zu der Kühle und Abgeklärtheit urbaner Feierhelden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2002
Wer bei dem vor Jahresfrist erschienenen Heavy-Metal-Sachbuch des Autors den Blick auf die Fans von Bassgewittern und brachialen Gitarrenriffs vermisst hat, dem rät Gieri Cavelty zu diesem Rockromandebüt, einem "Nachgesang auf die Schwermetall bewegte Jugend der achtziger Jahre". Dass es darin "zu keinem Zeitpunkt nostalgisch verklärend", sondern vielmehr "nüchtern-distanziert" und zuweilen "ironisch gefärbt" zugeht, hält Cavelty dem Autor zugute. Genau wie die Sorgfalt, mit der dieser das Hochgefühl beim Malträtieren des Instruments einfängt und die Weltsicht der Heavy Metaller herausarbeitet, indem er ihr zum Beispiel mit der Tante eines der Helden die personifizierte "bigotte Gegnerschaft sämtlicher Spielarten von Rockmusik" gegenüberstellt.
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