Seit mehreren Jahrzehnten prägt Globalisierung die Welt - politisch, wirtschaftlich und sozial. Dies veränderte viele Lebenssachverhalte erheblich, sowohl im Positiven wie im Negativen. Im Ergebnis entstanden Zwiespältigkeit und eine postglobale Misere, die es zu bewältigen gilt.
Jürgen Tureks Analyse geht den Gründen für die Destabilisierung der zivilisatorischen Verhältnisse im Spannungsfeld wirtschaftlicher Dynamik, sozial-kultureller Aufregung und politischer Unsicherheit nach.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2017
Als sehr aufschlussreich und lesenswert empfiehlt Michael Gehler die Studie des Politikwissenschaftlers Jürgen Turek zu den guten und weniger guten Seiten der Globalisierung. Dass die Globalisierungs unsere Gegenwart und unsere Zukunft bestimmt, zeigt der Autor dem Rezensenten in konzentrischen Kreisen die Perspektive erweiternd, vom deutschen über den europäischen zum westlichen Blick. Die so sichtbar werdenden Wechselbeziehungen zwischen den Gesellschaften, Finanzmärkten und Kulturen erschließen Gehler eine Vielzahl von Befunden, Prognosen und auch Warnungen (Stichworte: Ölvorräte, Cyber- und Religionskriege). Den Pessimismus des Autors sieht Gehler immer wieder durch die gleichfalls im Buch geäußerten Hoffnungen auf ein besseres globales Miteinander in Frage gestellt.
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