Jürgen Brater

Generation Käfer

Unsere besten Jahre
Cover: Generation Käfer
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783821856070
Gebunden, 238 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Sie haben Erstaunliches geleistet, die Jahrgänge 1940-1950: Sie haben ihren vom Krieg gebeutelten Eltern die Rente finanziert, haben der Bundesrepublik und sich selbst einen beträchtlichen Wohlstand erarbeitet, haben viele Kinder großgezogen und werden ihnen enorme Reichtümer vererben. Was war das Besondere an dieser "Generation Käfer"? Hatten sie einfach nur Glück, weil sie in das Wirtschaftswunder hineinwuchsen? Oder haben sie auch mehr getan und weniger gejammert? Und lieber selbst angepackt, als sich auf andere zu verlassen? Jürgen Brater porträtiert das Leben jener Jahrgänge, die den Krieg nicht mehr bewusst erlebt haben, denen aber außer dem Frieden kaum je etwas in den Schoß fiel und die für ihr ganzes Leben begriffen haben: Wenn ich mir etwas leisten will, muss ich dafür zuerst etwas leisten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.04.2005

Durchwachsen findet Thomas Thiemeyer dieses Generationenporträt der Nachkriegskinder, dem Jürgen Braters in Anspielung an "Generation Golf" den Titel "Generation Käfer" gegeben hat. An den anekdotenhaften Erinnerungen stören Thiemeyer nicht nur die Einseitigkeit, mit der Brater seine Generation für ihre Leistungen preist, und in einen positiven Gegensatz zu nachfolgenden Generationen setzt, sondern auch der dominierende nostalgischer Grundton: "Was waren das noch für Zeiten", lautet der Refrain der ersten hundert Seiten, hält Thiemeyer genervt fest. Auf der anderen Seite will er die Stärken des Buches nicht verschweigen, die er etwa in den "gefällig erzählten" Geschichten über erste Kontaktaufnahmen mit Mädchen erblickt. Er attestiert dem Autor die Fähigkeit, "detailliert, klar und zuweilen ironisch" zu beschreiben. Allerdings bleibe das Buch weitgehend ein Porträt für die Porträtierten, dessen Komik sich nur denen, die dabei waren, wirklich erschließen dürfte. Richtig interessant wird das Buch für Thiemeyer erst, wenn Brater von seiner eigenen Jugend berichtet. Hier nämlich bringe er dem Leser "die Aufbaujahre der Bundesrepublik so nahe, als wären sie gerade erst vergangen".
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