Mit Illustrationen von Javier Martinez Pedro. Aus dem Spanischen von Ilse Layer. Ein Kind berichtet von seiner Auswanderung von Mexiko in die USA. Am Anfang steht die Beschreibung der ärmlichen Lebensverhältnisse in einem kleinen Dorf. Nach und nach beginnen die Männer, das Dorf zu verlassen, um im Norden Arbeit zu suchen. Irgendwann bricht der Kontakt ab, und auch die Frauen sehen sich gezwungen, mit ihren Kindern die Heimat zu verlassen. Als blinde Passagiere auf Güterzügen haben sie viele Gefahren zu bestehen, bis auch sie in den USA ankommen. Der Text ist sparsam und gibt Orientierung durch die phantastische Bildgeschichte des Künstlers Javier Martinez Pedro.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.10.2015
Ungewöhnlich findet Catrin Lorch das Bilderbuch über die Flucht von Mexikanern in die USA - sowohl was das Format als auch was das Erzählte betrifft. Ein einziges zusammenhängendes Bild sei "Migrar", und dabei übertreffe es noch die bekannten Wimmelbilder in Sachen Detailreichtum. Die ruhige Sprache José Manuel Mateos verzichte auf Dramatik, lobt die Rezensentin, der kindliche Ich-Erzähler berichte ganz ohne Verbitterung von seinem Schicksal. Illustrator Javier Martinez Pedro, selbst ein ehemaliger Flüchtling, entlehnt seinen Stil und seine "klar gezeichnete, narrative Vielfalt" den südamerikanischen Wandmalereien Murales, wie Lorch erkennt.
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