Jose F. A. Oliver

nachtrandspuren

Gedichte
Cover: nachtrandspuren
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783518123072
Taschenbuch, 122 Seiten, 7,50 EUR

Klappentext

Fernab vom alltäglichen Wortge- und -verbrauch schafft Jose F.A. Oliver, Chamisso-Preisträger von 1997, Klanggehäuse, in denen sich die Laute scheinbar spielend zu neuen Bedeutungen zusammenschließen. Die Gedichte sprechen vom Unterwegssein und vom Ankommen, von einer Sehnsucht nach Ursprünglichkeit, vom Pulsen im "sprachherztakt". Olivers sprachmagische Gedichte wollen "uns lösen / vom schweren zungenschlag", also von der tagtäglichen Sprache und zurückführen zu ihrem eigentlichen Ursprung: dem Klang. Der 1961 geborene Lyriker andalusischer Herkunft, aufgewachsen im Schwarzwald, moduliert die Sprachpartikel auf immer überraschende Weise...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.12.2002

Die Freude an "Neologismen", "Wortzwittern", "Hybriden", "reizbaren Nachbarschaften" und "fremden Paarungen" scheint bei dem als Sohn andalusischer Einwanderer in einer Kleinstadt im Schwarzwald geborenen Dichter und Übersetzer Jose F. A. Oliver seit nunmehr zehn Jahren ungebrochen, schwärmt Beatrix Langner. Längst hat sich Oliver einen Ruf als Dichter und Übersetzer erworben und wurde 1998 mit dem Adalbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, informiert die Rezensentin und lobt auch den neuen Band Olivers in den höchsten Tönen. Diesmal führe der Autor den Leser in deutsche Gefilde, auf einen "spannungsvollen Weg", auf dem immer wieder aufs Neue Beziehungen zwischen Menschen, Menschen und der Natur und zwischen Menschen, Dingen und Sprachen hergestellt würden. Im Zentrum dieser Verse, so Langner, stehe stets das "polyglotte Herz" des Autors, der die "Spannkraft der Sprache" bis "aufs Äußerste" gekonnt zu strapazieren wisse.