Jonathan Stroud

Bartimäus

Das Auge des Golem (Ab 10 Jahre)
Cover: Bartimäus
Carl Hanser Verlag, München 2005
ISBN 9783570127766
Gebunden, 670 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Katharina Orgass und Gerald Jung. Zwei Jahre und acht Monate ist es her, seit sich die Wege von Bartimäus und Nathanel zuletzt gekreuzt haben. Der ehrgeizige Nathanel hat inzwischen Karriere im Zaubereiministerium gemacht und soll Informationen über den "Widerstand" beschaffen: Eine Gruppe nichtmagischer Gewöhnlicher stiehlt immer wieder magische Gegenstände und setzt sie für Anschläge gegen die Zauberer ein. Zur Widerstandsbewegung gehört auch die 15-jährige Kitty, die mit einer seltenen Gabe geboren wurde: Eine außergewöhnliche Abwehrkraft gegen Magie! Als eines Nachts eine ganze Reihe Luxusgeschäfte für Magier bei einem Anschlag zerstört wird, erhält Nathanael den Auftrag, die Widerständler dingfest zu machen. Er weiß, dass dies seine große Bewährungsprobe sein wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.10.2005

Fortsetzungsreihen bei Jugendbüchern liegen im Trend, stellt Simone Leinkauf fest und hat sich gleich mehrere Folgebände von Jugendromanen verschiedener Autoren angesehen. Jonathan Stroud hat mit Bartimäus - Das Auge des Golem" den zweiten Band seiner Zauberergeschichte um den 14-jährigen Zauberer Nathanael vorgelegt. Darin hat Nathanael inzwischen "Karriere im Zaubereiministerium" gemacht und soll Überfälle von "Gewöhnlichen" auf Zauberer untersuchen, fasst die Rezensentin zusammen. Ihr gefällt, dass die Helden bei Stroud allesamt "zwiespältige Persönlichkeiten" sind, die nicht immer besonders "sympathisch" wirken. Was den besonderen Reiz dieses Bandes ausmacht, sind aber die "doppeldeutigen Berichte" des Dschinns Bartimäus, dem Nathanael kein Vertrauen schenken kann, auf den er sich aber gezwungenermaßen trotzdem "verlassen" muss, findet Leinkauf. Und so freut sie sich schon auf den dritten Band, der nächstes Jahr erwartet wird.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.10.2005

Gut unterhalten fühlt sich Rezensentin Sieglinde Geisel von diesem zweiten Buch der Bartimäus-Trilogie, die man als Gegenentwurf zu Harry Potter lesen könnte. Der ambitionierte Zauberlehrling Nathanael hat mittlerweile ein wenig Karriere gemacht und wird zunehmend unsympathischer. Diesmal wird er mit der Aufklärung einer Reihe von mysteriösen Terrorakten beauftragt. Zuweilen vermisst Geisel eine positiv besetzte Figur, mit der sich die jugendliche Leserschaft vergleichen könnte. Jonathan Stroud schenke seinen Lesern "keine bequeme Identifikationslektüre", sondern beschäftige sie mit "Ironie und Ambivalenz". Quasi als Entschädigung enthalte das Buch aber laut Geisel einen interessanten Subtext - und eine Menge Action: Und "wer will, kann die Bartimäus-Trilogie auch als Politthriller lesen".
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