John Burnside

Ashland & Vine

Roman
Cover: Ashland & Vine
Albrecht Knaus Verlag, München 2017
ISBN 9783813504613
Gebunden, 416 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Mit dem Mord an ihrem Vater, Rechtsanwalt und Gegner der Rassentrennung, endet jäh die behütete Kindheit der jungen Jean und ihres Bruders Jeremy. In der Lebensgeschichte der beiden Geschwister spiegeln sich die politischen Entwicklungen, die in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts Amerika tief gespalten haben: von der Kommunistenhatz der McCarthy-Ära über die erstarkende Bürgerrechtsbewegung zur Black Panther Party, Vietnam und dem Kalten Krieg. Als der Traum von einer gerechten Welt in immer weitere Ferne rückt, zieht sich Jean in die Einsamkeit zurück. Bis eines Tages eine junge, alkoholkranke Frau vor ihrer Tür steht und ihre Hilfe braucht. In seinem neuen Roman erzählt John Burnside die Geschichte einer Familie aus den amerikanischen Südstaaten.


Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.11.2017

Tilman Spreckelsen wird nicht wirklich froh mit dem neuen Roman von John Burnside. Die wechselseitigen biografischen Erzählungen um enttäuschte Hoffnungen auf eine gerechte amerikanische Gesllschaft im Zentrum des Buches nehmen Spreckelsen zwar durchaus mit, mitunter aber erscheint ihm allzu glatt, was die Protagonisten erzählen, allzu klar geordnet in Gut und Böse oder auch allzu oft erklärt. Die Dialektik der Figurenentwicklung kann Spreckelsen auf die Art nur eingeschränkt genießen.
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