Johanna Sebauer

Popóm

Roman
Cover: Popóm
DuMont Verlag, Köln 2026
ISBN 9783755800798
Gebunden, 224 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Seine Endzwanziger hat sich Hendrik Popom anders vorgestellt. Nichts will ihm so richtig gelingen. In seinem Agenturjob sitzt er seine Zeit ab, mit seiner Freundin lief es schon einmal besser, und dann ist da plötzlich dieser Mann - Popóm. Er ist fast doppelt so alt und dennoch weiß Hendrik: Dieser Mann bin ich. Zögerlich nähern sich die beiden einander an. Ihre Beziehung ist voller Rätsel, Zuneigung und Widerstände. Hendrik hofft, in seinem anderen Ich das zu finden, was ihm in seinem Leben fehlt - Halt und Zuversicht. Doch je stärker er sich an Popóm klammert, desto mehr weicht dieser zurück. Als er sich einer Kollegin anvertraut, begreift er, welch hohen Preis man zahlt, wenn man sich dem Leben entzieht. In 'Popóm' entfaltet sich das klassische Literaturmotiv des Doppelgängers vor der Kulisse einer immer unübersichtlicheren Gegenwart. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.07.2026

Rezensent Martin Oehlen pfeift sich Johanna Seebauers "zumeist luftig-leichten" Roman rein, und zwar mit Genuss. Die auf murakamimäßig wackligem Boden angesetzte Geschichte um einen Mann, der sein älteres Ich trifft und neugierig ausfragt, hält laut Oehlen jede Menge Spaß bereit. Wer sich auf das kuriose Setting der zwei Popoms einlässt, wird mit Surrealem, zwei Realitätsebenen, aber auch mit Bodenständigem belohnt. Ein angenehmes, amüsantes Spiel mit witzigen Dialogen, verspricht Oehlen.