"Uns ist vorgehalten worden, wir hätten das Gedicht aus seinen hehren Gefilden auf die Müllkippe gezerrt. Nach diesem Weltbild besteht unser Publikum aus ungewaschenen Rüpeln ohne Bildung, aus Haschern, Huren, Junkies … In Wirklichkeit setzte sich unser Publikum natürlich - wie das unserer Kritiker - aus kontaktscheuen Stenotypistinnen, aus Deutschlehrerinnen mit zwei Siamkatzen, aus ebenso vielen Pfarramtskandidaten wie Zollinspektoren zusammen. Und hier und da ein Schwerverbrecher; das kommt davon, wenn man die Leute lesen lernen lässt." (Jörg Fauser im 'tip' 22 / 1980)
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.02.2020
Rezensent Jan Wiele warnt mit dem Herausgeber Björn Kuhligk vor Fäkalsprache und Frauen als Projektionsflächen in Jörg Fausers Gedichten. Auf trockenen Humor, zynische Selbstreflexion und ein Frankfurt, das wie Bukowskis L.A. aussieht, heruntergekommen und apokalyptisch, trifft Wiele hier allerdings auch. Mal epigonal, mal originell, erinnern einige der versammelten, teils erstmals veröffentlichten Texte Wiele an Ringelnatz, andere an Parodien des guten alten hardboiled sounds.
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