Joel Waldfogel

Warum Sie diesmal wirklich keine Weihnachtsgeschenke kaufen sollten

Cover: Warum Sie diesmal wirklich keine Weihnachtsgeschenke kaufen sollten
Antje Kunstmann Verlag, München 2011
ISBN 9783888977374
Gebunden, 189 Seiten, 9,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Ulrike Becker. Weihnachten ist das Fest des Schenkens. Jedes Jahr zu Weihnachten werden weltweit Milliarden für Geschenke ausgegeben. Und jeder kennt das Gefühl, ein Geschenk zu bekommen oder verschenkt zu haben , das gar keine Freude macht. Stopp, ruft deshalb der Ökonomieprofessor Joel Waldfogel, hört endlich mit dieser irren Verschwendung auf! Volkswirtschaftler postulieren schon seit langem, dass jeder Euro, den man für sich selbst ausgibt, auch mindestens einen Euro Wert schafft. Bei den Beträgen, die für Geschenke ausgegeben werden, ist das leider anders: In mehreren Studien hat Waldfogel gezeigt, dass die meisten Beschenkten für ein Geschenk, das 100 Euro kostet, lediglich zwischen 70 bis 90 Euro ausgeben würden. Die Differenz: ein volkswirtschaftlicher Verlust, oder wie die Ökonomen es nennen ein Deadweight Loss. Weihnachten mag zwar vordergründig die Wirtschaft ankurbeln, ist aber insgesamt eine globale Orgie der Wertvernichtung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.12.2011

Verena Mayer freut sich, dass sie mit Joel Waldfolgels Buch mal wieder eine wissenschaftliche Untersuchung in Händen hält, die für Unterhaltung sorgt. Der amerikanische Ökonom untersucht den volkswirtschaftlichen Nutzen von Weihnachtsgeschenken und kommt zu dem Schluss, dass die alljährliche Geschenkeschlacht ungefähr so wirtschaftlich ist, wie das Geld gleich zu verbrennen, erklärt die Rezensentin. Nicht immer findet sie die Zahlen, die der Autor für seine Thesen aufbietet, nachvollziehbar und sie bemerkt zudem, dass Waldfogel das Schenken eben unter dem gleichen "konsumistischen" Aspekt betrachtet, den er an Weihnachten so verwerflich findet. Dafür zerstört er mit Treffsicherheit Weihnachtsmythen, wie, dass das Weihnachtsfest "immer kommerzieller" würde, so Mayer sehr angetan.
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