Jochen Sander

Hans Holbein d. J.

Tafelmaler in Basel (1515-1532)
Cover: Hans Holbein d. J.
Hirmer Verlag, München 2005
ISBN 9783777423753
Gebunden, 504 Seiten, 98,00 EUR

Klappentext

Mit 280 schwarz-weißen und 80 Farbabbildungen. Als kühner Neuerer traditioneller Bildformen, als einfallsreicher Erzähler und als Porträtist seiner Zeit zählt Holbein zu den bedeutendsten Künstlern der nordeuropäischen Renaissance. Augsburg, Basel, London sind die wichtigsten Schauplätze seines Lebens, um das sich früh zahlreiche Legenden gebildet haben. Die systematische Untersuchung der vor 1532 in Basel geschaffenen Gemälde liefert nun erstmals die Grundlage, das Werk kritisch zu sichten. Dabei wird deutlich, daß sich Holbeins Kunst nicht nur aus italienischen Quellen speist. Seine von der Forschung bisher übersehene intensive Auseinandersetzung mit deutscher, niederländischer und französischer Kunst läßt erst seinen Rang als europäischer Künstler um so deutlicher erkennen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2005

Überaus aufschlussreich findet Rezensentin Bettina Erche diese Monografie über Hans Holbeins Gemälde der Basler Jahre 1515-1532, die Jochen Sander hier vorgelegt hat. Sie hebt hervor, dass Sander mit dem Kanon des Inventars, das die unterschiedlichsten Werke mit dem Etikett "Holbein" versah, bricht. Er wende sich gegen Oskar Bätschmann und Pascal Griener, die 1997 offensichtliche Unvereinbarkeiten in Holbeins Werk zum "Stilpluralismus" erklärten - mit dem Argument, Holbein habe sich den Wünschen des jeweiligen Auftraggebers angepasst. Wie Erche berichtet, räumt Sander mit der These vom "Stilpluralismus" auf. Vor allem durch Untersuchungen mit Röntgenstrahlen, Dendrochronologie und Infrarotreflektografie, die die Unterzeichnungen aufdeckt, könne er beachtenswerte Ergebnisse vorlegen. So habe er 31 Gemälde vor Ort durchleuchtet, deren Bildgenese erhellt und etliche strittige Werke überzeugend anderen Künstlern zugeschrieben.

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