Klappentext
Aus dem Englischen von Johanna Davids, Desz Debreceni, Sabine Fuchs, Anna Kuntze und Bettina Wind. Als lesbische jüdische Fem aus der US-Working-Class schreibt Joan Nestle über Sex, Community, linken Widerstand und queere Geschichte. Ihre Texte widmet sie den Menschen, die sie berühren: den Butches und Fems der New Yorker Barkultur, ihrer Mutter, ihren Genoss*innen, Freund*innen und Geliebten. In Essays berichtet sie von ihren politischen Kämpfen seit den 1950ern - ob an der Seite der Bürgerrechtsbewegung und Gewerkschaften oder in lesbisch-feministischen Bündnissen. Ihre Sex-Storys spielen mit den Dimensionen von Geschlecht, Lust und Macht. Liebevoll und kämpferisch zeigt Joan Nestle, welche Kraft queeres Begehren hat, wo Widerstand gefordert ist und wie wichtig Gemeinschaft ist.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 29.06.2024
Die amerikanische Aktivistin Joan Nestle schreibt Rezensentin Lara Sielmann zufolge fast archivarisch: Jetzt sind ausgewählte Essays erstmals auf Deutsch verfügbar. Sie erinnert darin an die "Kompromisslosigkeit sowie Hingabe" ihrer Mutter in den frauenfeindlichen 50ern in Amerika, sie erzählt davon, wie es ist, die eigene Homosexualität zu verstecken, von Klassenunterschieden, vom Jüdischsein und von der Bürgerrechtsbewegung. Sielmann zufolge sind diese Essays gleichermaßen von "Leidenschft für ihre Themen" und "Wärme für ihr Gegenüber" geprägt und damit äußerst lesenswert.
Kommentieren
