Joachim Poeschke

Die Skulptur des Mittelalters in Italien. Band 2

Gotik
Cover: Die Skulptur des Mittelalters in Italien. Band 2
Hirmer Verlag, München 2000
ISBN 9783777484006
Gebunden, 244 Seiten, 137,03 EUR

Klappentext

Mit Abbildungen im Text und 272 Farb- u. Duplex-Bildtafeln. Aufnahmen von Albert Hirmer und Irmgard Ernstmeier-Hirmer. Der Konzeption des Bandes liegt die klassische Dreiteilung in Einführung, Tafelteil und Dokumentation zugrunde. In über 500 Neuaufnahmen wird die italienische Skulptur des von 1240 bis 1400 reichenden Zeitraums in der ganzen Breite und Vielfalt ihres Spektrums präsent. Vollständig dokumentiert sind die Werke von Nicola und Giovanni Pisano und Arnolfo di Cambio, in angemessener Auswahl diejenigen der anderen namhaften Bildhauer der Epoche. Der Text stellt einleitend die kunstgeschichtlichen Zusammenhänge dar und erschließt im Kommentarteil die einzelnen Werke nach Form und Inhalt unter Berücksichtigung des neuesten Forschungsstandes.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2001

Damian Dombrowski ist voll Lob gegenüber Poeschkes Werk über die italienische Skulptur im Mittelalter. In den Zeiten der postmodernen Forschung sind seiner Meinung nach umfassende Kompendien und Handbücher als eher philiströse Vorhaben in Misskredit geraten. Trotzdem widme sich Poeschke dieser Aufgabe. Der erste Band (Romantik) über die italienische Skulptur des Mittelalters erschien vor zwei Jahren, im letzten Dezember dann dieses abschließende Werk über die Gotik. Dombrowski vergleicht Poeschkes Werk mit dem Standardwerk des Engländers Pope-Henessy von 1955, in dem aber die Skulptur des Mittelalters komplett ausgelassen wurde. Gelobt wird die sorgfältige Arbeit und der Handbuchcharakter, d.h. kein Aufwerfen diffiziler kunsthistorischer Fragen, sondern die begründete Zuordnung auch bei strittigen Fällen. Dann geht Dombrowski in seinem ausführlichen Artikel auf einzelne Punkte näher ein, etwa dass Poeschke der These Panofskys von der "Gothic Counter Revolution" überzeugend widerspricht, wie sich nach Poeschke die moderne Figur aus der gotischen Skulptur entwickelt oder dass Nicola Pisano vermutlich apulischer Herkunft war. Wenn man diesen Band konventionell nennen möge, bitte sehr, doch sei nie zuvor diese Epoche der italienischen Skulptur "bis an die Grenze der Vollständigkeit" dargestellt worden. Diesem Buch wird - wie seinem Vorgänger - vorgeworfen werden, dass Studenten zu diesem Thema kein anderes Buch mehr in die Hand nehmen, prophezeit Dombrowski und schließt mit der Hoffnung, auch für das italienische Barock ein derartiges Handbuch erwarten zu dürfen.