Jo van Nelsen beleuchtet in dieser Jahrhundertrevue den kritischen Witz, die bissig-böse Ironie und den unumstritten hohen Unterhaltungswert des Genres. Autoren und Chansonniers wie Friedrich Holländer, Georg Kreisler, Georgette Dee, Max Raabe oder Jo van Nelsen selbst begleiten in ihren Chansons und Couplets die Zeitläufte mal zynisch, mal liebevoll-ironisch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.11.2001
In dieser Geschichte des Chansons entdeckt man die "deutsche Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts wieder", schreibt "zik". Der Autor, selbst Chansonier, stelle in dieser "klug zusammengestellten" Anthologie etwa 50 Texte vor, die einen guten Überblick über deutsche Chansons der letzten 100 Jahre liefere. Ernst von Wollzogen, Fritzi Massary und Ulla Meinecke zählt er als Beispiele auf. Die Auswahl findet zik. "sehr klug getroffen". Nur weitere Illustrationen hätte sich der Rezensent gewünscht.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…