Jo Jong-Rae

Land der Verbannung

Roman
Cover: Land der Verbannung
Edition Peperkorn, Thunum 2004
ISBN 9783929181579
Gebunden, 96 Seiten, 13,00 EUR

Klappentext

Aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee und Martin Herbst. Entwurzelung und Heimatlosigkeit - dieses Schicksal teilt der Bauarbeiter Cheon Manseok mit vielen seiner Landsleute als Folge der Teilung Koreas nach dem 2. Weltkrieg. Für ihn ist es jedoch nicht die unüberwindliche Grenze entlang des 38. Breitengrades, die eine Rückkehr in die Heimat unmöglich macht, er hat in den Wirren des Bürgerkrieges in besonderem Maße Schuld auf sich geladen und lebt seitdem ohne Hoffnung auf Normalität im eigenen Land in der Verbannung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.05.2005

Jo Jong-Rae, erläutert Steffen Gnam, hat die jüngere koreanische Vergangenheit von Bruderkrieg und Teilung in einem zehnbändigen "Geschichtsepos" aufgearbeitet. Der vorliegende Kurzroman, 1981 erschienen, ist eine "Vorstudie" zu diesem Mammutprojekt - und ein "Kleinod koreanischer Trennungsliteratur". Krieg und Nachkrieg, Revolution und Kollaboration, Kommunismus und Kapitalismus, Ideologie und Ernüchterung - indem er all das in der Geschichte eines desillusionierten Partisanen spiegelt, erweist sich Jo Jong-Rae als ein "Chronist der Metamorphosen" seines Landes, schreibt Gnam. Auch wenn der Roman "noch nicht die analytische Tiefe späterer Werke erreicht" - er bietet, so der Rezensent, eine komplexe, literarisch anspruchsvoll gestaltete Erzählung mit "soghafter" Kraft.
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