Jewgeni Popow schildert den Aufstieg "eines gewissen Iwan Iwanytsch, der sich heute in unserer Stadt höchster Wertschätzung erfreut, als Mitglied zahlreicher ständiger und zeitweiliger Kommissionen, als begabter Wirtschaftsführer, als Deputierter". Ein Aufstieg durch alle politisch-gesellschaftlichen Veränderungen der letzten 25 Jahre, für den Iwan Iwanytsch jedoch ein großes Opfer zu bringen hat - auf den Traum, Schriftsteller zu werden, verzichtet er, um sich mit Erfolg einträglicheren Beschäftigungen zu widmen. In einem parallelen Erzählstrang wird dieselbe Geschichte noch einmal erzählt, doch nun ist der Autor selbst die Hauptfigur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.10.1999
Rezensent Gregor Ziolkowski fordert sich und die Leser seiner Rezension heraus: Gleich im ersten Satz macht er klar, was für ein "seltsames Konvolut`` er besprechen wird: fünfundsechzig Seiten Text, dazu achthundertachtundachtzig (sic) Kommentare auf dreihundert Seiten. Und Ziolkowski macht es hervorragend. Souverän und mit Witz erzählt er die Genese dieses knappen Romans, der die Geschichte eines Untergrund-Schriftstellers auf der Suche nach dem Eigentlichen erzählt und vor einem Vierteljahrhundert in der Sowjetunion nicht erschienen durfte. Nun mit Anmerkungen versehen, ist aus der Erzählung etwas geworden, so Ziolkowski, das eher einem Brigade-Tagebuch des sowjetisch-antisowjetischen Literaturbetriebs gleicht: "Eine Inventur des geistigen Lebens einer ganzen Generation.``
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…